auslaufendes Gefahrgut

Gefahrgut >> Leckage
Gefahrgut 3
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Einsatzort Details

Schwieberdingen, Dieselstraße
Datum 26.08.2013
Alarmierungszeit 05:23 Uhr
Alarmierungsart FME - Gesamt-Schleife
eingesetzte Kräfte

FF Schwieberdingen
Polizei
    Rettungsdienst
      FF Asperg
        FF Ludwigsburg
          Fachberater Chemie
            DRK OV Schwieberdingen
              Kreisbrandmeister Ludwigsburg
                Fahrzeugaufgebot   Einsatzleitwagen (ELW 1)  Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12)  Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12) (a.D.)  Mannschaftstransportwagen (MTW) (a.D.)  Löschgruppenfahrzeug (LF 8) (a.D.)  FwA-Ölwehr (a.D.)
                Gefahrgut 3

                Einsatzbericht

                Während Be- und Entladearbeiten in einem Speditionsunternehmen kam es zur Beschädigung eines IBC Containers. Somit kam es zum Austritt mehrerer Liter stark ätzenden Stoffes. Sofort wurde durch die Mitarbeiter des Unternehmens Gefahrgutalarm über die Leitstelle Ludwigsburg ausgelöst. Unter schwerem Atemschutz und dem Einsatz von Chemikalienschutzanzügen wurde das Medium im leckggeschlagenen Behälter umgepumpt und die Einsatzstelle großräumig dekontaminiert. Im Einsatz waren die Feuerwehr Schwieberdingen, der Gefahrgutzug Asperg, die Feuerwehr Ludwigsburg mit dem Dekontaminationszug, Kreisbrandmeister, Fachberater Chemie, Rettungsdienst und Polizei. Nach ca. 4 Stunden konnte die Einsatzstelle wieder dem Besitzer übergeben werden.

                Presseberichte:

                Fast Hundert Einsatzkräfte

                Beim Abladen eines Chemiebehälters laufen rund 800 Liter einer ätzenden Flüssigkeit aus

                Ein leckgeschlagener Chemiebehälter auf dem Gelände einer Spedition in der Dieselstraße löste gestern am frühen Morgen einen Großalarm von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Umweltamt aus. Etwa 800 Liter einer ätzenden Flüssigkeit waren aus einem Behälter ausgelaufen, der beim Umladen leckgeschlagen ist.
                Um 5.24 Uhr hatten Mitarbeiter der Spedition den Gefahrengutunfall gemeldet. Kurz davor hatte ein Mitarbeiter den 1000-Liter-Behälter mit dem Gabelstapler transportiert und dabei ein Leck in den Behälter gerissen. Sofort lief Flüssigkeit aus.
                Es handelte sich dabei um eine Chemikalie mit der Handelsbezeichnung Mirecide-M/90.X. Die ätzende Flüssigkeit wurde in Spanien hergestellt und wird unterschiedlich verwendet. Beispielsweise zur Herstellung von Desinfektionsmitteln im Gesundheitswesen, als Schutzmittel in Kühl- und Verfahrenssystemen, als Schleimbekämpfungsmittel und als Schutzmittelfür Metallbearbeitungsflüssigkeiten.
                Etwa 800 Liter der Flüssigkeit sind ausgelaufen. Mirecide-M/90X verbindet sich mit Wasser, hat eine stark ätzende Wirkung und kann gesundheitliche Schäden verursachen. Aufgabe der Feuerwehr war, zu verhindern, dass große Mengen davon in die Kanalisation fließen und die auf den Hof ausgelaufene Menge gebunden wird.
                Zur Unterstützung der Schwieberdinger Wehr kamen der Gefahrengutzug der Feuerwehr Asperg und das ABC-Erkundungsfahrzeug der Feuerwehr Ludwigsburg. Die Einsatzkräfte gingen mit Schutzanzügen und unter Atemschutz vor. Reinigungsanlagen wurden aufgebaut.
                Zur Bewertung der Schadstofflage wurden Chemie-Fachleute hinzugezogen. Den Einsatz der mehr als 80 Feuerwehr-Einsatzkräfte leitete der Schwieberdinger Kommandant Thomas Krauß. Kreisbrandmeister Andy Dorroch unterstützte ihn dabei.
                Vom Landratsamt Ludwigsburg waren Mitarbeiter des Umweltamtes vor Ort, die entsprechende Maßnahmen im Bereich der Kläranlage anordneten. Verletzt wurde bei dem Gefahrengutunfall niemand. Der Rettungsdienst war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort. Die Polizei beziffert den materiellen Schaden als gering, nicht aber den Aufwand, Umweltschäden zu verhindern.
                Der Feuerwehreinsatz im Industriegebiet lief über mehrere Stunden. Kreisbrandmeister Andy Dorroch wertete den Einsatz der Feuerwehr als vorbildlich und hob die Erfahrung und das Know-how der Asperger Wehr bei solchen Gefahrenguteinsätzen hervor.

                Quelle: www.lkz.de vom 26.08.2013

                 

                sonstige Informationen

                Einsatzbilder

                Einsatzstatistik